Zwischen Duschen im Sitzen, Wäschewaschmarathon 1(&2), leeren Kasinos und 18- bis 30-Stunden-Aufenthalten....
Hört sich komisch an, ist aber so!! ;) Diese etwas lang geratene Überschrift bezieht sich auf die letzten zwei Wochen in unserem turbulenten, spannenden Beachvolleyballerleben, die ich gerne mit euch teilen würde :)
Ich kläre euch auf: Duschen im Sitzen bezieht sich noch auf unseren Aufenthalt beim Grand Slam-Turnier in Gstaad. Da hatten wir nämlich einen absoluten Glücksgriff getan, was unser Hotelzimmer anging. Wir sind ja im Grunde wirklich nicht anspruchsvoll, so ein Zimmer wie dort aber haben auch wir noch nicht erlebt. Beleuchtet wurde unsere kleine Dachkammer von einer Neonröhre, die über den zwei kleinen Minifenstern rechts von der Dachschräge angebracht waren. Helligkeit also gleich Null! Wenn man es dann geschafft hatte, in der Dunkelheit sein Bett zu finden ohne sich dabei an der Schräge den Kopf zu stoßen, dann schaffte man das spätestens beim Duschen. Die Badewanne war nämlich cleverer Weise direkt unter der Dachschräge platziert, so dass man darin überhaupt nicht stehen konnte. Selbst mit eingezogenem Kopf ist es mir nicht gelungen, dort zu duschen, wodurch ich dann letztendlich auf dem Wannenboden gelandet bin. SO, und jetzt die große Preisfrage: wieviel haben wir wohl für dieses Zimmer für eine Nacht gezahlt?! Schnäppchen!! 230 Schweizer Franken, umgerechnet 150 €!! Na ja, es hat uns ja zum Glück nicht in unserer Leistung beeinträchtigt, so dass wir samstags mit einem 5. Platz im Gepäck für 30 Stunden in unsere Heimat nach Berlin zurück reisen konnten. Womit sich wohl auch das Thema Wäschewaschmarathon erklärt. ;)
Am Montag, den 13.07. sind wir dann zum Grand Slam nach Moskau gereist. Einquartiert waren wir dort in dem berühmt-berüchtigten Korston Hotel, das gleichzeitig auch das Kasino und einen „Nightclub“ beherbergt. Der Frühstücksraum bzw. das Restaurant liegt mitten im Kasino auf einer Art Empore, in einer riesigen Halle komplett ohne Fenster und mit schummrig dunkler Atmosphäre. Eigentlich ganz witzig, wenn man beim Frühstück oder Abendessen den Zockern auf der unteren Ebene zugucken kann. Dieses Jahr war aber irgendwie alles anders, das ganze Kasino (und das ist echt nicht klein) wurde geräumt und alle Automaten und Tische entfernt. Seit dem 01.07.09 ist in Russland nämlich Glücksspiel verboten!! So haben wir also jeden Tag Frühstück, Mittag- und Abendessen allein in der dunklen Kasinohalle verbracht, so dunkel, dass man noch nicht mal gesehen hat, wie viel Salz man sich gerade aufs Frühstücksei streut.
Mittlerweile aber haben wir das wohl größte ehemalige Kasinohotel wieder verlassen und lümmeln gerade mit noch viel zu viel Zeit am Moskauer Flughafen herum, bereit, unseren Flug in die Heimat (diesmal mit Platz 4 im Gepäck!:)!) anzutreten. Konnte ja keiner wissen, dass wir für die 30 km zum Flughafen heute nicht drei Stunden brauchen sondern nur 30 Minuten. Aber gut, anscheinend weiß das in Moskau keiner so genau, da ist alles möglich. :)
So, im Hinblick darauf, dass wir in Kürze nochmal für unglaubliche 18 Stunden und Wäschewaschmarathon Nr. 2 in der Heimat sein werden, nur um dann Berlin wieder Richtung Grand Slam in Marseille zu verlassen, möchte auch ich mich verabschieden!
Sobald es die Zeit zulässt, werdet ihr wieder von uns hören!
Aloha :) Ilka




