29.09.11 08:07 Alter: 232 Tag(e)

Zeit für neue Herausforderungen

 

Die letzte sportliche Herausforderung liegt einige Tage zurück und fand bei den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand statt. Doch für das Beachvolleyball-Nationalduo Katrin Holtwick und Ilka Semmler ist die Saison damit noch längst nicht abgeschlossen. Drei Events liegen noch vor ihnen und die sind recht unterschiedlicher Natur.

Da ist als erstes der Start bei der Zonal Phase des Continental Cups vom 30. September bis zum 2. Oktober auf Teneriffa zu nennen. Hört sich kompliziert an, ist aber nichts anderes als  ein Teil der europäischen Qualifikationsserie der Beacher für die Olympischen Spiele 2012 in London. Sollte sich Deutschland nicht über die Olympia-Rangliste für London qualifizieren, wovon nach Lage der Dinge nicht auszugehen ist, dann wird das Abschneiden beim Continental Cup in Betracht gezogen. Da aber Deutschland mit Sara Goller/Laura Ludwig, mit Holtwick/Semmler und Jana Köhler/Julia Sude drei heiße Eisen im Feuer hat, ist der Continental Cup eher wichtig für den World Cup im nächsten Jahr, bei dem die Gewinner der kontinentalen Turniere um ein Preisgeld von 300.000 US-Dollar spielen. Teneriffa hat daher schon eine herausragende Bedeutung.

Katrin Holtwick und Ilka Semmler vertreten mit Sara Goller und Laura Ludwig die deutschen Fahnen. Delegationsleiter ist Andreas Künkler, Chefcoach im Team Holtwick/Semmler. „Es ist schön mit den anderen für Deutschland spielen zu können. Das hat einfach einen anderen Charakter als die üblichen Turniere”, sagt Katrin Holtwick. Da die deutschen Topteams auch gut befreundet sind, werden sie sich gegenseitig anfeuern. „Wir haben im letzten Jahr gute Erfahrungen mit dem Continental Cup gemacht, das war schön und erfolgreich”, erinnert sich Holtwick.

Deutschland ist an Position eins gesetzt, trifft aber auf harte Konkurrenz. Beispielsweise ist Italien mit den Europameisterinnen Cicolari/Meneghetti vertreten. Gegner im Halbfinale am Samstag ist der Sieger aus Tschechien gegen Slowakei. Der Modus ist ähnlich wie der beim Davis Cup im Tennis. Beide Nationen stellen je zwei Duos, die jeweils gegeneinander spielen. Die Nation, bei der zuerst drei Siege auf dem Konto stehen, hat gewonnen. Steht es nach vier Partien 2:2-Unentschieden, entscheidet ein „golden set” zwischen zwei beliebigen Kombinationen über den Sieger.

Dem Continental Cup auf Teneriffa folgt dann eine Pause bis zum letzten Turnier der World Tour Anfang November in Phuket/Thailand. Kurz darauf wird dann der Untergrund gewechselt, auch wenn es sportlich weitergeht. Ilka Semmler stürzt sich am 12. November in die Fluten des Münchner Olympiastadions, um ihren Titel beim „TV total Turmspringen” zu verteidigen. Wie 2008 und 2009 startet sie an der Seite von Britta Kamrau, mit der sie damals jeweils Platz drei belegt hatte. Im letzten Jahr konnte Ilka Semler mit Partnerin Miriam Höller das Synchronspringen gewinnen. Mal sehen, ob es auch bei der vierten Teilnahme wieder eine Medaille gibt.