Silber für Katrin Holtwick und Ilka Semmler in der Schweiz!
Katrin Holtwick und Ilka Semmler haben das spielfreie Wochenende auf der FIVB World Tour dazu genutzt, weiter Spielpraxis auf internationalem Niveau zu sammeln.
Eine Woche nach ihrem neunten Platz beim FIVB Grand Slam in Moskau hat das deutsche Beachvolleyball-Nationalteam auf Einladung des Schweizer Verbandes am Beach-Event Olten teilgenommen. Das Starterfeld war mit Tsiartsiani-Vasiliki aus Griechenland, Klapalova-Hajeckova aus Tschechien sowie Kuhn-Zumkehr, Kayser-Grossen und Forrer-Grässli aus der Schweiz und weiteren Teams durchaus hochkarätig besetzt.
Im ihrem ersten Spiel trafen Katrin und Ilka auf das Team Rimser-Pichler, das sie ohne Probleme mit 21:19 und 21:9 besiegten. Weiter ging es in Gruppe B für Katrin und Ilka am darauffolgenden Tag mit dem Spiel gegen Forrer-Grässli, in dem sie sich knapp mit 2:1 (18:21, 21:19, 20:18) durchsetzten. Im dritten Gruppenspiel trafen die amtierenden Deutschen Meisterinnen dann auf das griechische Nationalteam Tsiartsiani-Vasiliki, die sie bei den letzten Aufeinandertreffen immer schlagen konnten und das vom gemeinsamen Balltrainer Christoph Dieckmann trainiert wird.
Mit 21:16 ging Satz eins deutlich an Katrin und Ilka. Genauso deutlich ging jedoch auch Satz zwei mit 13:21 an das griechische Nationalteam, das regelmäßig Trainingslager mit den beiden Deutschen absolviert. Somit musste der dritte Satz in diesem äußerst engen Match die Entscheidung bringen. Hier waren Katrin und Ilka von Beginn an voll da und ließen sich ihr erstes Break nicht mehr nehmen. Am Ende siegten sie somit mit 15:13. Damit war der Gruppensieg und auch der direkte Einzug ins Halbfinale von Olten erreicht.
Im Halbfinale wartet das tschechische Nationalteam Klapalova-Hajeckova. Katrin und Ilka hatten zumindest mit Lenka Hajeckova noch eine kleine Rechnung offen, denn gegen diese hatten Katrin und Ilka mit ihrer damaligen Partnerin Sona Novakova bei der WM 2009 in Stavanger eine schmerzhafte Niederlage in der K.O.-Runde erlitten und durften danach nach Hause fahren.Entsprechend konzentriert und motiviert gingen die beiden Rehapädagogik-Studentinnen auch zu Werke. Satz eins ging problemlos mit 21:16 an Katrin und Ilka. Immer wieder war es Ilka Semmler mit ihrer sehr hohen Blockabwehr, die die Tschechinnen nicht überwinden konnten.
Aber auch Katrin Holtwick mit ihrer überragenden Feldabwehr stellte die beiden Tschechinnen, wenn sie denn dann mal den Block von Ilka Semmler passieren konnten, vor unlösbare Aufgaben. Und so ging am Ende auch Satz zwei mit 21:17 an Katrin und Ilka. Das Finale war erreicht.
Leider konnten die beiden attraktiven Athletinnen im Finale gegen das Schweizer Nationalteam nicht an ihre gute Form aus dem Halbfinale anknüpfen. Zu viele Side-Out-Fehler und unnötige Fehler sicherten am Ende den Schweizern Kuhn-Zumkehr den Sieg mit 17:21 und 16:21.
Ilka Semmler war am Ende nur bedingt zufrieden: "Wir hatten in dem ein oder anderen Spiel Probleme in der Annahme. Insgesamt waren es zu viele unnötige Fehler, die wir in Zukunft abstellen müssen. Dass es auch anders geht, haben wir im Halbfinale gezeigt. Daran müssen wir anknüpfen!"
Katrin Holtwick war mit dem Finale sichtlich unzufrieden: "Unsere Leistung im Finale war indiskutabel. Nach dem ansehnlichen Halbfinale gegen die Tschechinnen hätten wir mit breiter Brust das Finale bestreiten können. Stattdessen war das Side-Out-Spiel eine Katastrophe und wir haben zu keiner Zeit das abgerufen, was wir spielen können. Nun gilt es, in Stavanger diese Fehler abzustellen und dort wieder ein einstelliges Ergebnis zu erzielen."
Weiter geht es für Katrin und Ilka in einer Woche beim FIVB Grand Slam in Stavanger, wo sie als Weltranglistenzwölfte für das Hauptfeld gesetzt sind.
Die Ergebnisse im Überblick:
Holtwick-Semmler vs. Rimser-Pichler 21 :19, 21 :9
Holtwick-Semmler vs. Forrer-Grässli 18 :21, 21 :19, 20 :18
Tsiartsiani-Vasiliki vs. Holtwick-Semmler 16 :21, 21 :13, 13 :15
Holtwick-Semmler vs. Klapalova-Hajeckova 21 :16, 21 :17
Kuhn-Zumkehr vs. Holtwick-Semmler 21 :17, 21 :16





