Beachvolleyball EM: Niederlage gegen Finnland für Holtwick-Semmler!
Katrin Holtwick und Ilka Semmler haben im norwegischen Kristiansand ihr zweites Match gegen
das finnische Nationalduo Nystrom-Nystrom mit 1:2 (21:17, 15:21; 12:15) bei der Beachvolleyball
Europameisterschaft verloren.
Das finnische Duo, gegen das Holtwick-Semmler noch im letzten Jahr das Halbfinale bei der EM in
Berlin gewonnen hatte, ist derzeit schwer auszurechnen. Im letzten Jahr waren sie die Aufsteiger
des Jahres, in diesem Jahr bilden die beiden Schwestern mehr eine Wundertüte, die extrem schwer
einzuschätzen ist. Gestern erst verloren sie noch ihr erstes Gruppenspiel Spiel nach deutlicher
Führung im ersten Satz.
Davon ließen sich Katrin Holtwick und Ilka Semmler zumindest im ersten Satz nicht irritieren. Von
Anfang an machten die Vize-Europameisterinnen Druck mit ihren guten Aufschlägen. Ilka Semmler
agierte aufmerksam im Block und Katrin Holtwick wirkte sehr selbstbewusst in ihrem Side-Out-
Spiel. So ging Satz eins mit 21:17 an das deutsche Nationalteam. In zweiten Satz lagen die
Deutschen Meister von 2009 schnell mit 4:7 zurück und fanden nie wirklich zu ihrem Spiel. So ging
der Satz dann auch verdient deutlich mit 15:21 an das finnische Nationalduo.
Satz drei musste also entscheiden. Beim Stand von 3:3 setzte sich das finnische Duo durch einen
sehenswerten Punktball, einen Netzroller, einen Annahmefehler von Ilka Semmler sowie einen
Blockpunkt mit 4:7 ab. Diesen Rückstand vermochten Holtwick-Semmler nicht mehr aufzuholen
und verloren schließlich mit 12:15.
„Nach dem Sieg gegen Polen wussten wir, dass wir uns gegen Finnland und Tschechien steigern
müssen. Unser Side-Out-Spiel war im ersten Satz stabiler, aber im zweiten Satz ging wenig
zusammen. Zu viele Eigenfehler haben zum Satzverlust geführt. Auch im dritten Satz haben wir nie
wirklich zu unserem Spiel gefunden und Druck entfachen können“, so Katrin Holtwick.
Trainer Andreas Künkler sah im ersten Satz ein spielerisch verbessertes Nationalduo: „Im Vergleich
zum Polen-Spiel haben wir im ersten Satz eine Schüppe drauflegen können. Das Niveau war nicht
schlecht. Vor allem das Side-Out-Spiel war wesentlich besser. Den zweiten Satz haben wir völlig
verschlafen und im dritten Satz reichten ein paar Unaufmerksamkeiten, um das Spiel zu verlieren.“
Nach der Niederlage gegen Finnland geht es nun Donnerstag gegen das tschechische Duo
Klapalova-Hajeckova, die Trainer Andreas Künkler für den stärksten Gegner in der Gruppe hält, um
den Gruppensieg. Auch Ilka Semmler erwartet ein enges Match: „Klapalova-Hajeckova haben bei
der WM in Rom Platz vier belegt. Sie sind sehr unangenehm zu spielen. Wir müssen gegen sie von
Beginn an Druck machen und dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen. Sollte uns dies gelingen,
so haben wir gute Chancen als Sieger vom Platz zugehen.“





